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DAX erobert zeitweise 15.500 Punkte zurück

Für etwas Erleichterung sorgte der fallende Ölpreis

Der deutsche Aktienmarkt hat seinen Erholungskurs weiter fortgesetzt. Dennoch kann nicht vom Frühlingserwachen an den Börsen gesprochen werden. Zunächst hat nur das Ausbleiben von schlechten Nachrichten ausgereicht, um den DAX wieder über die Marke von 15.500 Punkten zu hieven. Doch die chart- sowie markttechnischen Warnsignale sind nach wie vorhanden. Von einem technischen Erholungstrend ist erst oberhalb der 15.615 Zähler auszugehen. 

Für etwas Erleichterung sorgte der fallende Ölpreis. Dies war der Strohhalm, den sich die Anleger hielten, um ihre Inflations- und Zinsängste etwas zuberuhigen.

Aus Branchensicht waren vor allem die Automobilhersteller gefragt. Sie profitierten von den aufkeimenden Konjunkturhoffnungen sowie den guten Geschäftszahlen von Toyota. Bei VW sowie der VW-Holdinggesellschaft Porsche sorgten zudem noch erneute Spekulationen um einen möglichen Börsengang des Sportwagenherstellers Porsche für Rückenwind.

Außerdem kamen die endgültigen Zahlen von Siemens Energyam Aktienmarkt gut an. 

Die Zielsetzungen von K+S für das laufende Geschäftsjahr trieben den Kurs des Unternehmens auf den höchsten Stand seit August 2018.

Durch die Fokusverschiebung auf Old Economy-Titel legten u.a. die Dt. Bank und Continental wieder zu. 

Überraschend gute Zahlen legte Qiagen vor. Der Umsatz wuchs bei dem DAX-Neuling um 2 % auf 582 Mio. $, zu konstanten Wechselkursen stand ein Plus von 4 % zu Buche. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 10 % auf 75 Cent zu. Ursprünglich hatte Qiagen für das Quartal zu konstanten Wechselkursen mit einem Umsatzrückgang von rund 9 % und einem bereinigten Gewinn je Aktie von mindestens 60 Cent gerechnet. 

Nur zwei Monate nach ihrem Börsenstart steigen die Aktien von Daimler Truck in den MDAX auf. Entsprechend Gas gab der Kurs zuletzt. 

Der Flugzeugbauer Airbus hat zum Jahresstart deutlich weniger neue Maschinen ausgeliefert als im Dezember. Im Januar seien 30 Verkehrsflugzeuge an Kunden übergeben worden. Unterdessen sammelte Airbus im Januar neue Bestellungen über 36 Flugzeuge ein, musste jedoch auch 52 Stornierungen hinnehmen. Dennoch zeigt sich der Kurs im frühen Handel im Plus.