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Spannung an den Börsen

Anleger weiter vorsichtig

Der Lockdown in den Niederlanden und die damit verbundenen Sorgen, dass auch in Deutschland die Coronamaßnahmen verschärft werden könnten, haben zu Wochenbeginn auf die Stimmung an den Börsen gedrückt. Im bisherigen Handelsverlauf brach der DAX zwischenzeitig bis auf 15.060 Punkte ein. bevor es wieder etwas bergauf ging. Von der Wall Street kommen indes keine positiven Vorgaben. Die Leitindizes der US-Börsen gaben zum Wochenende einige Punkte ab. Der Dow Jones büßte 1,5 % auf 35.365 Zähler ein und der S&P 500 sank auf 4.621 Punkte. Die Technologiebörse Nasdaq musste ein Minus von 0,1 % auf 15.170 Zähler hinnehmen. 

Nachdem die Bundesregierung Großbritannien erneut als Risikogebiet eingestuft hat flogen die Titel unter anderem von Fraport und der Lufthansa vorübergehend gen Süden. Fluggesellschaften dürfen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen aus Großbritannien beispielsweise nach London befördern.

Die Papiere von Hellofresh oder Shop Apotheke hingegen zogen angesichts der erneut aufflammenden Lockdown-Sorgen wieder an. 

Vorübergehend unter Druck geriet der Kurs des Energiekonzerns RWE. Der Konzern hat Berichten zufolge seine Handelspartner an der Strombörse EEX vor Kraftwerksausfällen wegen Gasmangels gewarnt. In der Zeit bis zum 1. April könne es bei mehreren Kraftwerken in Nordrhein-Westfalen zu Betriebsunterbrechungen kommen, deren Grund das erhöhte Risiko von Lieferschwierigkeiten bei Erdgas sei.

Der neue Coronaimpfstoff des US-Unternehmen Novavax könnte noch zu Wochenbeginn die Zulassung von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA erhalten. Wenn das Vakzin von der EMA grünes Licht erhält muss nur noch die EU-Kommission zustimmen. Dies gilt jedoch als reine Formsache.

Rückenwind erhielten zuletzt die Papiere von BioNTech. Angesichts der Omikron-Variante erhält die EU in den ersten 3 Monaten 2022 20 Mio. Impfdosen zusätzlich. Damit soll der kurzfristige Bedarf der Mitgliedsstaaten gedeckt werden. Ein ähnliches Abkommen sei ebenfalls mit Moderna geschlossen worden, teilte die EU-Kommission mit. 

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