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Zinsängste setzen erneut unter Druck

DAX schwächelt

Nachdem der dt. Leitindex bereits zum Wochenende angesichts des "Hexensabatt" einige Punkte verlor, setzte sich der negative Trend zu Wochenbeginn vorerst fort. In der Spitze setzte der DAX bis auf 15.309 Punkte zurück, bevor er sich etwas fangen konnte. Für weitere Unsicherheit sorgte zudem der Präsident der regionalen US-Notenbank Fed von St. Louis. Er deutete in einem Fernsehinterview an, eine mögliche Zinserhöhung, welche die Fed erst in 2023 sieht, könne bereits kommendes Jahr kommen. Diese Möglichkeit verschreckte auch die Anleger an der Wall Street. Während die Technologiebörse Nasdaq "lediglich" 0,9 % einbüßte, setzte der Dow Jones um 1,6 % zurück. Der S&P 500 verlor 1,3 % auf 4.166 Punkte. 

Mit dem heutigen Tag werden die von der Dt. Börse beschlossenen Änderungen in den Indizes wirksam. Damit steigt der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 in den MDAX auf. Zudem steigt die Vodafone-Funkmastentochter Vantage Towers in den SDAX auf. 

Zwischenzeitig musste der Autokonzern BMW leichte Verluste hinnehmen. BMW-Chef Oliver Zipse hat die Strategie des Konzerns verteidigt, langsamer aus der Produktion klassischer Verbrennermotoren auszusteigen als etwa die VW-Tochter Audi. "Die wahren Entscheider in unserer Industrie sind die Kunden", so der Manager in einem Interview. 

Der Pharmakonzern Novartis hat positive Studiendaten zum Nutzen der Genersatz-Therapie Zolgensam vorgelegt. In der laufenden Phase-III-Studie haben demnach alle behandelten Kinder ohne Unterstützung beim Atmen und der Nahrungsaufnahme überlebt. Das Mittel soll zum Einsatz gegen seltenen, erblich bedingten Muskelschwund kommen. Zudem hätten 82 % der behandelten Kinder gute Werte in der motorischen Entwicklung gezeigt. Mit einem Preis von rund 2 Mio. € ist Zolgensam das teuerste Medikament der Welt.

 

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