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Zurückhaltung vor EZB-Sitzung

DAX weiter auf hohem Niveau

Vor der heute anstehenden Sitzung der Europäischen Zentralbank ließen es die Anleger zunächst ruhiger angehen. Der DAX pendelte weiterhin um die Marke von 15.600 Punkten. Zwar wird nicht erwartet, dass die EZB ihren bisher eingeschlagenen Kurs ändern wird, dennoch dürften die Aussagen von EZB-Chefin Christine Lagarde genau unter die Lupe genommen werden. Vor allem in Hinblick auf mögliche Hinweise darauf, wie die EZB ihre Inflationsprognosen anheben wird. Zusätzich werden heute die monatlichen US-Inflationsdaten veröffentlicht. Auch an der Wall Street übe man sich zur Wochenmitte in Zurückhaltung. Der Dow Jones schloss 0,4 % leichter und der S&P 500 gab leicht um 0,2 % nach. Auch der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,1 % auf 13.911 Zähler. 

Der Wolfsburger Autokonzern VW geht davon aus, dass der weltweite Engpass weiterhin anhalten wird. "Im Moment sind wir am tiefsten Punkt angekommen. Wir stehen vor den härtesten sechs Wochen", so Einkaufschef Murat Aksel. "Im dritten Quartal sollten wir das Schlimmste hinter uns haben. Dann dürfte die Pipeline besser gefüllt sein."  Dennoch fehlen weltweit rund 10 % der Chips, da nicht genug produziert wird. 

Eine Prognoseanhebung schob zuletzt den Kurs von Aixtron an. Kurzfristig eingegangene Großaufträge lassen den LED- und Chipindustrieausrüster optimistischer auf das laufende Jahr blicken. Auch für den Rest des Jahres sei mit einer anhaltend starken Kundennachfage zu rechnen, hieß es von Unternehmensseite. 

Der durch heftige Kursschwankungen in die Schlagzeilen geratene US-Videospielhändler GameStop hat zwei frühere Amazon-Manager als Vorstands- und Finanzchef verpflichtet. Zudem berichtete das Unternehmen, dass der Umsatz im vergangenen Quartal gestiegen und der Verlust verringert werden konnte. 

Nachdem die Abgeordneten des Europaparlaments Details für ein EU-weites COVID-19-Zertifikat gebilligt haben, legten unter anderem Toruristikaktien wie TUI und Lufthansa zu. Mit dem Zertifikat soll das Reisen innerhalb der EU vereinfacht werden. Zudem will die USA ihre Reisewarnungen für Ziele wie Deutschland und weitere Länder lockern. Auch die Titel von Fraport und dem Triebwerkshersteller MTU profitierten von den positiven Nachrichten.

Der amerikanische Essenslieferdienst Doordash macht Delivery Hero in Japan Konkurrenz. Das Unternehmen gab bekannt, neben Kanada und Australien nun auch in Japan an den Start gehen zu wollen. 

Heidelberger Druck rechnet für das Geschäftsjahr 2021/22 mit einem niedrigen Nettogewinn und einem kleinen Umsatzanstieg. Im abgelaufenen Jahr konnte der Verlust bereits auf –43 Mio. € eingedämmt werden. Dennoch geriet der Kurs vorübergehend unter Druck.

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