MERKUR BANK KGaA

Die MERKUR BANK KGaA verzeichnete auch im dritten Quartal eine positive Geschäftsentwicklung. Damit liegt die Gesellschaft auf Kurs, im Gesamtjahr erneut ein Rekordergebnis zu erwirtschaften. Im dritten Quartal erzielte das Unternehmen einen Periodengewinn von 3,4 Mio. Euro, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 8,4 Prozent bedeutet. Auf dieser Basis zeigte sich der persönlich haftende Gesellschafter Dr. Markus Lingel zuversichtlich, das geplante Ergebnis von 0,64 Euro je Aktie zu erreichen. Das Neugeschäftsvolumen im Kreditgeschäft erhöhte sich um 20,8 Prozent auf 961,7 Mio. Euro. Dabei konnten alle drei Bereiche, nämlich die Bauträgerzwischenfinanzierung, die Leasingrefinanzierung und die Finanzierung mittelständischer Unternehmen, deutlich zulegen. Das gesamte Kreditvolumen stieg um 21,8 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. In der Vermögensanlage konnte die Bank weitere Kunden hinzugewinnen. So kletterte auch das Depotvolumen um 17,3 Prozent auf 354,2 Mio. Euro.

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Elmos Semiconductor AG

Nach vorläufigen Zahlen rechnet die Elmos Semiconductor AG im dritten Quartal 2018 mit einem Umsatzwachstum von 12,6 Prozent auf 69,4 Mio. Euro. Dabei erwirtschaftet die Gesellschaft eine EBIT-Marge von 20,2 Prozent entsprechend 14,0 Mio. Euro. Angesichts der positiven Entwicklung und der weiteren Planung hebt das Management die Erwartung für die EBIT-Marge im Gesamtjahr auf 17 bis 19 Prozent an. Zuvor lag die prognostizierte EBIT-Marge in einem Korridor zwischen 13 und 17 Prozent. Die Prognosen für die sonstigen Kennziffern bleiben unverändert. So rechnet das Management weiter mit einem Umsatzanstieg zwischen 8 und 12 Prozent. Die Investitionen werden unterhalb von 15 Prozent des Umsatzes liegen und den bereinigten Free Cashflow sieht der Vorstand im negativen Bereich. Die vollständigen Ergebnisse für das dritte Quartal wird das Unternehmen am 7. November 2018 veröffentlichen.

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Leifheit AG

Der Aufsichtsrat der Leifheit AG hat den Vorstandsvorsitzenden Thomas Radke mit sofortiger Wirkung abberufen und freigestellt. Der Vertrag des bisherigen Vorstandsvorsitzenden hatte eine Laufzeit bis Ende 2019. Über die Bestellung eines neuen Vorstandsvorsitzenden wird der Aufsichtsrat vermutlich noch im Jahr 2018 Beschluss fassen. Bis dahin übernehmen die Aufgaben interimistisch der Finanzvorstand Ivo Huhmann sowie der ab 1. November 2018 zum Vorstand bestellte Igor Iraeta Munduate. Zukünftig soll bei Leifheit die Innovationsgeschwindigkeit erhöht und damit insgesamt das Thema Innovation stärker in den Fokus genommen werden. Darüber hinaus sollen Effizienz und Produktivität entlang der kompletten Wertschöpfungskette des Unternehmens gesteigert werden. Mit diesen Maßnahmen soll die Gesellschaft nachhaltiges und profitables Wachstum generieren. Allerdings wird die Abberufung von Herrn Radke zu Rückstellungen für Personalaufwendungen führen. Unbefriedigende Umsatzzahlen und sonstige Sondereffekte belasten zusätzlich das Ergebnis, so dass Leifheit eine Anpassung der Prognose für das Geschäftsjahr 2018 vornahm. Beim Umsatz rechnen die Verantwortlichen nun mit Erlösen auf Vorjahresniveau. Das EBIT soll nun bei 13 bis 14 Mio. Euro liegen. Zuvor hatte das Management ein EBIT in der Größenordnung von 16 bis 17 Mio. Euro prognostiziert.

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Thema der Woche

Ausgabe 42 | 17.10.2018

Yin & Yang

Zweitlisting chinesischer Firmen in Frankfurt

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Auslandsnachrichten

Redaktionelles

Infas will stark wachsen und zahlt wieder Dividende

Sommerliches Wetter und gute Laune prägten die diesjährige Hauptversammlung der infas Holding AG in Bonn. Alleinvorstand Menno Smid konnte den Aktionären für 2017 abermals Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis präsentieren. So kletterten die Erlöse deutlich auf 29,3 (22,7) Mio. €. Das Ebit hat sich auf 3,14 (1,7) Mio. € annähernd verdoppelt. Unter dem Strich ergibt sich ein Jahresüberschuss von 1,88 (0,21) Mio. € oder 0,21 € je Aktie. Die Aktionäre dürfen sich somit wieder nach 2015  auf eine Dividende von 0,07 € freuen.

Auch in den kommenden Jahren will infas weiter deutlich wachsen. Neben den organischen Wachstumschancen kündigte Vorstandschef Smid an, auch alle anderen Optionen (wie etwa Akquisitionen) ins Auge zu fassen. Zu diesem Zweck wird derzeit eine Wachstumsstrategie ausgearbeitet, die mit Unterstützung des vom Aufsichtsrat derzeit gesuchten Finanzvorstandes in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll. Geplant ist dabei auch die Erschließung weiterer Marktsegmente, die bislang noch nicht gezielt bearbeitet wurden.  Dazu gehören etwa die Bereiche Medien und Verlage, Banken und Versicherungen sowie die pharmazeutische Industrie. Auf diese Weise soll sich der Umsatz bis zum Jahr 2021 auf rund 50 Mio. € erhöhen. Über das rein organische Wachstum im bisherigen Geschäft läge das Umsatzpotenzial bei rund 35 bis 36 Mio. €. Laut CEO Smid ist es erklärtes Ziel, „erster Mittelständler“ im Markt hinter den Big Four der Branche zu werden. Da er seinen Ende 2018 auslaufenden Vertrag um weitere drei Jahre bis Ende 2021 verlängern möchte, könnte der langjährige infas-Chef die angekündigte Wachstumsstrategie persönlich umsetzen.

Angesichts der weiterhin positiven Aussichten und der erfreulichen Kursentwicklung in den letzten Monaten verwundert es wenig, dass alle HV-Beschlüsse einstimmig gefasst wurden, darunter auch die Wiederwahl des Aufsichtsrates. Das Kontrollgremium besteht damit weiterhin aus Frau Susanne Neuschäffer als Vertreterin der Großaktionärin Effecten-Spiegel AG (20,4 %) sowie den Herren Dr. Oliver Krauß (Vorsitzender) und Hans-Joachim Riesenbeck (stv. Vorsitzender).

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Dieselgate-Anlegerklagen

Wie der ES in seiner Ausgabe 43/2015 berichtete, hatte die Tübinger Anwaltskanzlei TILP Litigation Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (TILP Litigation) im Oktober 2015 die erste Anlegerklage gegen VW eingereicht. Inzwischen sind auch zahlreiche Verfahren gegen die Porsche Automobil Holding SE anhängig, die in Kooperation zwischen der TILP Litigation und der Kanzlei BROICH geführt werden und in denen auch die Effecten-Spiegel AG als Klägerin auftritt. Sie ist hier jeweils in einer ganzen Gruppe von internationalen institutionellen Klägern, die allesamt von Prozessfinanzierern freigestellt sind.

In den gegen die Porsche SE eingeleiteten Prozessen geht es zum einen um die gescheiterte Übernahme der Volkswagen AG durch die Porsche SE im Jahr 2008 (Kapitalanlegermusterverfahren vor dem OLG Celle), zum anderen um den Komplex Ab-gasmanipulationen (LG Stuttgart). Im letztgenannten Verfahren (Az.: 22 O 348/16) hat das LG Stuttgart am 28. Mai 2018 eine sog. Terminsverfügung erlassen, in der das Gericht umfangreich zu seiner vorläufigen Einschätzung der Sach- und Rechtslage ausführt:

Bislang war das LG Stuttgart noch der Auffassung, der Zeitraum, in dem die Porsche SE den Kapitalmarkt pflichtwidrig nicht über die Abgasmanipulationen und die damit zusammenhängenden Risiken für den Konzern informiert hat, beginne frühestens im Mai 2014. Nun aber dehnt das LG Stuttgart diesen Zeitraum weit nach vorne aus und hält eine pflichtwidrige Desinformation des Marktes ab November 2010 für möglich. Eine „den Kapitalmarkt täuschende Information“ könne nach Auffassung des LG nämlich bereits darin gesehen werden, dass die Volkswagen AG im Rahmen ihres Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2009 angab, dass ihre „CleanDiesel“-Motoren die Euro-6-Abgasnorm erfüllten, obwohl die Prüfzykluswerte bereits durch die Verwendung der Abschalteinrichtungen dieser Motoren verfälscht worden waren. Die Porsche SE hatte diesen Geschäftsbericht der Volkswagen AG in ihrem Konzernlagebericht 2009/2010 uneingeschränkt übernommen. Nach Auffassung des LG haftet sie daher ggf. wegen „sittenwidriger Schädigung der Kapitalanleger“ ab Veröffentlichung ihres Konzernabschlusses im Bundesanzeiger am 11. November 2010. „Diese deutliche Ausweitung des möglichen Haftungszeitraumes ist nicht nur für die betroffenen Porsche-Anleger eine sehr erfreuliche Entwicklung“, kommentiert Rechtsanwalt Andreas W. Tilp, sondern natürlich auch für die geschädigten VW-Anleger. Ihnen müsste auf dieser Grundlage erst recht Schadensersatz wegen
sittenwidriger Schädigung zugesprochen werden. „Derartige deliktische Ansprüche verjähren erst zum 31.12.2018“, so Tilp
weiter.

Gleichzeitig hat das Gericht zur weiteren Aufklärung der Abgasaffäre in seiner Verfügung das Programm für eine umfangreiche Beweisaufnahme ab dem 12. September 2018 bekannt gegeben:

Über 14 Termintage sollen (zunächst) 28 hochkarätige Zeugen vernommen werden. Darunter sind der vormalige VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn, der Vorstandsvorsitzende der Audi AG, Rupert Stadler, der Geschäftsführer des Zulieferers Bosch, Volkmar Denner, sowie die in Untersuchungshaft befindlichen Manager Wolfgang Hatz und Jörg Kerner. Darüber hinaus beabsichtigt das LG Stuttgart, den vormaligen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und dessen damaligen parlamentarischen Staatssekretär und heutigen Bundesverkehrsminister, Andreas Scheuer, als Zeugen zu hören. Eine entsprechende Aussagegenehmigung hat das LG beim Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble beantragt. Eine Vernehmung der „Auslandszeugen“ Michael Horn, James Liang und Oliver Schmidt hält das LG ebenfalls für geboten und kündigte daher ein Rechtshilfeersuchen gegenüber den US-Behörden an. 

Das LG Stuttgart beschränkt sich jedoch nicht allein auf die Ladung der Zeugen, sondern fordert von einigen, konkrete Schlüsseldokumente zum Beweistermin vorzulegen. So soll z.B. Bosch-Geschäftsführer Volkmar Denner ein Schreiben von Anfang Juni 2008 mitbringen, mit dem Bosch von Volkswagen die Freistellung von jeglicher Haftung gegenüber Dritten bei der Verwendung der illegalen Abschalteinrichtungen verlangt haben soll. 

„Die bisherige akribische Arbeit des Richters Dr. Reuschle wird von ihm konsequent fortgesetzt. Bosch, VW und der Porsche SE wird es nicht gelingen, die Wahrheit weiterhin zu leugnen“, so das Fazit der Anwälte. 

Im Übrigen erwartet die TILP Litigation eine entsprechende Verfügung auch in dem von ihr geführten Klageverfahren für die Effecten-Spiegel AG (Az.: 22 O 343/16).

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Thema der Woche